Freitag, 23. Januar 2009

Wochenende in Bangladesh





zur vorbereitung war ich 4mal auf der bangladesh botschaft, die nicht gerade auf dem weg liegt. beim 1. versuch war der schalter schon geschlossen, es war ja auch schon halb 12 morgens. beim 2. mal konnten wir den antrag immerhin abgeben. der 3. termin war dann das "interview" was aber letztendlich nur gebuehr bezahlen war und beim 4.mal hatten wir das visum dann erfolgreich im pass.

abfahrt freitag morgen um 5:30. eine kurzweilige 12-stunden-fahrt durch traumhaft schoene dschungelbuch-landschaft unterbrochen von einer ueber 2-stuendigen grenzprozedur. waren wir an mehr als 6 verschiedenen schaltern? warum wollte der officer, dass wir unser ganzes geld, rupies und taka, auf den tisch legen? warum geht es bei allen anderen schneller als bei uns? warum reisen wir nur mit so kleinem gepaeck? sind wir verdaechtig? bei der teepause hinter der grenze begruesste uns gleich mal ein elefant. vor der faehre war eine unendlich lange busschlange. wir standen vielleicht eine stunde, dann scherte der bus ploetzlich rechts aus und fuhr an allen anderen vorbei und auf die klapprige faehre. der bus begleiter sammelte dann von allen anderen ausser uns - wir waren die einzigen nicht-inder oder -bangladeshi - extra takas ein. muss man den faehren wallah bestechen? fragen ueber fragen, aber wie in indien gilt wohl auch in bangladesh, dont ask, es gibt eh keine zufriedenstellende antwort.

dhaka hat steffi und mir dann sehr gut gefallen. es ist sehr aehnlich wie kolkata. gleiche sprache, gleiche armut, dreck, laerm, gleiches essen. noch weniger touristen - insgesamt drei haben wir am ganzen wochenende gesehen - und noch weniger frauen auf der strasse. man merkt deutlich, dass es ein muslimisches land ist. in restaurants gibt es extra ladies kabinen mit vorhang. seltsamerweise keine strassenhunde, wir konnten aber nicht rausfinden, ob hund in bangladesh auf der speisekarte steht. dhaka ist die stadt der fahrrad rikshaws. es gibt wohl ueber 600 000 davon, alle bunt bemalt. unzaehlige stunden haben wir in einer dieser 600 000 verbracht. jede fahrt dauerte laenger, da die fahrer so gut wie nie englisch sprachen und es jedesmal eine grosse sucherei war. aber wir haben alles gefunden. sind durch die engen gassen old dhakas gebummelt, haben einige moscheen besichtigt, haben den schaedel des lieblingselefanten von moghul xy im pink palace gesehen, rikshaw art gekauft - duenne buntbemalte matallplatten die eigentlich nicht fuer touris sondern fuer rikshaw fahrer bestimmt sind - bootsfahrt in einer holznusssschale zwischen rostigen faehren und tankern...

ein grossartiges wochenende, das noch um 12 stunden verlaengert wurde, weil wir statt dem gewuenschten 9am ticket ein 9pm ticket bekamen, was wir erst feststellten, als wir sonntag morgen mit gepaeck am busbahnhof standen und kein bus kam. so hoben wir mehr taka ab und fuhren eben erst mit dem nachtbus nach kolkata zurueck.

dhaka ist auf jeden fall eine reise wert und mit dem ausreisestempel in meinem pass steht nun auch den nachsten 180 tagen indien nichts mehr im wege.

2 Kommentare:

  1. Herrliche Beschreibung - ach, da wär ich gerne dabei gewesen - liebe Grüße Mama

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  2. Und ich bin bald dabei, jippie! Ich freu mich schon so auf Dich!

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